In Zusammenarbeit mit ehemaligen Gangmitgliedern unterstützt die Prem Rawat Foundation (TPRF) das Projekt „Saat der Hoffnung“, das in Ecuador mit Lebensmitteln, Saatgut und Anleitung zum Anbau ein nachhaltiges Ernährungskonzept fördert. TPRF initiierte dieses Projekt mit einer Beihilfe von 15.000 $, die jetzt auf 40.0000 $ aufgestockt wurde. Das von Projektmanager Paul Murtha zusammengestellte Video-Tagebuch gibt einen Einblick, wie das Projekt Menschen dabei hilft, während der Covid-19-Pandemie und darüber hinaus in Würde zu leben.

Das Video wird in verschiedenen Sprachen zu sehen sein, sobald die Übersetzungen verfügbar sind.

Lesen Sie eine Zusammenfassung des Videoberichts von Paul Murtha:

Das von der Prem Rawat Foundation (TPRF) gesponserte Programm „Saat der Hoffnung“ ist ein Beitrag zur Ernährungssicherheit in einigen schwer von der Covid-19-Pandemie betroffenen Gemeinden in der Provinz Imbabura, Ecuador. Es entstand aus der langjährigen Zusammenarbeit zwischen TPRF und der Gruppe Calle Paz y Respeto, ehemaligen Bandenmitgliedern aus dem Stadtviertel Alpachaca. Da wir wussten, dass viele betroffene Familien ohne Nahrung sind, weil sie ihre Häuser nicht verlassen dürfen, um zu arbeiten, begannen wir zusammen mit Mitgliedern von Calle Paz y Respeto mit der Verteilung von Soforthilfe-Lebensmittelkörben.

Daraus entwickelte sich das Programm zur Förderung einer nachhaltigeren Lösung in Form von Familiengärten und Saatgutbanken.

Former gang members started the Seeds of Hope project

Seit 2012 finden die ehemaligen Gangmitglieder der Gruppe Calle Paz y Respeto Inspiration in den Workshops des von Prem Rawat initiierten Friedens-Bildungs-Programms.

Sie nahmen sich seine positive Botschaft zu Herzen und unter dem Motto „Frieden ist unvermeidlich“ schlossen sie ein Friedensabkommen zwischen den Mitgliedern verschiedener Gangs.

Sie stellten ein Radioprogramm auf die Beine und strahlten 18 Monate lang inspirierende Geschichten über die stattfindenden Veränderungen auf Radio Publico Ecuador aus. Außerdem waren sie mit Anti-Drogen- und Anti-Mobbing-Programmen in Schulen und bei Veranstaltungen präsent.

Im Jahr 2018 schlug TPRF der Gruppe Calle Paz y Respeto vor, für den Internationalen Friedenstag der Vereinten Nationen ein Rap-Video über ihre Entwicklung zu drehen, das Millionen von Menschen auf der ganzen Welt erreichte.

A family enjoys their food delivery from the Seeds of Hope project

Vor vier Monaten begann das Programm „Saat der Hoffnung“ in Alpachaca mit der Auslieferung von Soforthilfe-Lebensmittelkörben. Die Grupo Calle Paz kennt ihre Nachbarschaft und weiß, welche Familien am meisten betroffen sind. Die Empfänger sind sehr dankbar, und die Friedensbotschaft in die Praxis umzusetzen ist für die jungen Menschen eine überwältigende Erfahrung.

Kürzlich sind wir nach Quito gereist, um Körbe an Mitglieder anderer Gangs zu verteilen, die unter den Bedingungen der Pandemie zu leiden haben.

Bald begannen wir mit der Auslieferung in ländlichen Gemeinden, wo Familien betroffen sind, insbesondere ältere und behinderte Menschen.

Im Bemühen um eine nachhaltige Ernährungssicherheit begannen wir, Familien, die Platz zum Anpflanzen hatten, mit Saat- und Pflanzgut zu beliefern und sie in den Bereichen Bodenschutz, Bewässerung sowie vollwertige und abwechslungsreiche Ernährung zu schulen, ein wichtiger Aspekt, um die Abwehrkräfte gegen das Virus zu stärken.

Die Empfänger sind eifrig dabei, ihre Gärten anzulegen, weil sie die Bedeutung gesunder Lebensmittel verstehen. In vielen Orten sind Gemeinschaftsgärten entstanden, die zusammen bewirtschaftet werden. Auf diese Weise leistete das Programm einen Beitrag zu Solidarität und Nachbarschaftshilfe.

A beneficiary of Seeds of Hope harvests vegetables

Die Bewohner nahmen an Workshops zum Bodenschutz und zum ökologischen Anbau teil. Dadurch war die Ernte vielfältiger und sie sparten Geld, da sie keine Lebensmittel kaufen mussten. Außerdem trug es zu ihrer Sicherheit bei, während der Pandemie keine Märkte aufsuchen zu müssen.

Sie belebten die traditionelle Esskultur und griffen alte Rezepte wieder auf, die in den Jahren der industriellen Lebensmittelproduktion in Vergessenheit geraten waren.

Zum Dank lud uns eine Dorfgemeinschaft zu einer Zeremonie ein, um die Gaben von Pacha Mama – Mutter Erde – zu feiern.

Mitglieder der Gruppe Calle Paz y Respeto begannen auch, Stadtgärten in ihrem Viertel zu fördern. Cristofer, eines der führenden Mitglieder der Gruppe, ist diplomierter Agronom und leitet diese wirkungsvolle Initiative.

Das Projekt Saatgutbank haben wir kürzlich mit einer Einweihungsfeier gestartet.

Samenkörner begleiten die Menschen seit Äonen. Sie sind Lebewesen und tragen in sich die Erinnerung an die exquisite Evolution des Lebens, an die Blüte von Mutter Erde.

Ernährungssicherheit lässt sich allein durch heimisches Saatgut gewährleisten – Saatgut, das lebensfähige, fruchtbare Samen und echtes Keimplasma hervorbringt. Eine Gemeinschaft, die ihre eigene Saatgutbank aufbaut, wird nie so abhängig von gekauften Nahrungsmitteln sein, weil sie heimisches Saatgut für vollwertige Lebensmittel zur Verfügung hat.

A beneficiary of Seeds of Hope harvests broccoli and other vegetables

Ebenso fördert das Anpflanzen heimischen Saatguts die örtliche Biodiversität, was den Lebensraum von Insekten, Vögeln und Tieren sowie den Boden und die gesamte Umwelt schützt.

So können auch Heilpflanzen und traditionelle Sorten gedeihen, die uns mit vielen lebensnotwendigen Produkten versorgen.

Es war nie schwierig, die Empfänger davon zu überzeugen, wie wichtig Ernährungssicherheit, Unabhängigkeit und die Teilnahme an Schulungen sind. Viele haben mir erzählt, dass noch nie zuvor ein solches Interesse daran bestand, sich wieder der Erde, Pacha Mama, und ihrer Magie zuzuwenden.

Und natürlich bringen der Garten und das Saatgut Wohlbefinden und Hoffnung. In der Pandemie hat das Projekt die Beziehungen zwischen Familienmitgliedern, Nachbarn und Gemeinden verbessert. Die Menschen sind mit Begeisterung und Inspiration bei der Arbeit.

Das Leben ist ein Wunder, und indem wir die Schöpfung achten und sie hegen und pflegen, entdecken wir auch das Wunder, das der Mensch ist. Indem wir Einfühlungsvermögen für alle Lebensformen zeigen, erfahren wir mehr über uns selbst.

Das Vorhaben, eine Saatgutbank aufzubauen, weckt Hoffnung, Bewusstsein, Einheit, Gesundheit, Unabhängigkeit, Souveränität und Würde. Es handelt sich um eine Bildungsinitiative, die die Krise der Biodiversität und vollwertiger Lebensmittel wirksam angeht.

Dank an die Prem Rawat Foundation für die Unterstützung dieses wichtigen und nachhaltigen Programms.

Mehr über die Hilfsprojekte der Prem Rawat Foundation während der Pandemie erfahren Sie hier.

 

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